Oft sei Barmherzigkeit für Menschen, die in Widerspruch zur katholischen Lehre lebten, in der Kirche an zu viele Bedingungen geknüpft, schreibt der Papst in dem Dokument mit dem lateinischen Titel „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe). Das sei „die übelste Weise, das Evangelium zu verflüssigen“. (Quelle: KNA) – Unverantwortlich, was Gabriele Kuby daraus macht.

Die Papstbotschaft zu Ehe und Familie

Das päpstliche Lehrschreiben „Amoris laetitia“ äußert sich zu Ehe, Familie, Sexualität und der Rolle des eigenen Gewissens. Die wichtigsten Punkte des knapp 200-seitigen Schreibens sind hier zusammengefasst.
Den kompletten Beitrag zur Papstbotschaft finden Sie auf der Internetseite domradio.de unter dem folgenden Link:

domradio: Papstbotschaft zu Ehe und Familie

Wir zitieren hier Auszüge:

[…] Papst Franziskus will mehr Barmherzigkeit in der Anwendung der kirchlichen Morallehre zulassen; grundsätzlich hält er aber an den geltenden Normen zu Ehe und Familie fest. Priester und Bischöfe dürften moralische Gesetze nicht anwenden, „als seien es Felsblöcke, die man auf das Leben von Menschen wirft“, heißt es in seinem Schreiben über Ehe und Familie, das am Freitag im Vatikan vorgestellt wurde.

Oft sei Barmherzigkeit für Menschen, die in Widerspruch zur katholischen Lehre lebten, in der Kirche an zu viele Bedingungen geknüpft, schreibt der Papst in dem Dokument mit dem lateinischen Titel „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe). Das sei „die übelste Weise, das Evangelium zu verflüssigen“.

Mehr Respekt vor der Gewissensentscheidung 

Franziskus sieht eine Einheit von Lehre und Praxis in der Kirche zwar als notwendig an. Das schließe jedoch keineswegs aus, dass „verschiedene Interpretationen“ einzelner Aspekte der Lehre fortbestünden oder auch „einiger Schlussfolgerungen, die aus ihr gezogen werden“.

Grundsätzlich fordert Franziskus von der katholischen Kirche mehr Respekt vor der Gewissensentscheidung des Einzelnen in moralischen Fragen. Zudem sei stets eine sorgfältige Prüfung des Einzelfalls und eine Güterabwägung nötig. Die Kirche müsse „klar ihre objektive Lehre zum Ausdruck“ bringen, dürfe jedoch zugleich nicht „auf das mögliche Gute“ verzichten, „auch wenn sie Gefahr läuft, sich mit dem Schlamm der Straße zu beschmutzen“. […]

Jede Person ist zu achten 

Weiter bezeichnete er es als nicht hinnnehmbar, dass auf die Ortskirchen in dieser Frage Druck ausgeübt werde, indem internationale Organisationen Finanzhilfen für arme Länder von der Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe abhängig machten. Zugleich betont Franziskus in dem nachsynodalen Schreiben, jede Person sei unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung in ihrer Würde zu achten und verdiene Respekt. Darin folge die Kirche dem Vorbild Jesu Christi, der sich für jeden Menschen, ohne Ausnahme, geopfert habe. Homosexuelle dürften nicht ungerecht zurückgesetzt werden oder wegen ihrer Orientierung gar Gewalt ausgesetzt sein.

Mehr Öffnung erwartet 

Mit Blick auf Familien, in deren Mitte Homosexuelle leben, fordert der Papst die Kirche zu einer respektvollen Begleitung auf. Homosexuellen müssten von ihr die notwendige Hilfe erhalten, „um den Willen Gottes in ihrem Leben zu begreifen und ganz zu erfüllen“. Sowohl für die Eltern wie für die Kinder sei die Erfahrung einer homosexuellen Veranlagung nicht leicht.

Frauen

Papst Franziskus hat Diskriminierung und Gewalt gegen Frauen verurteilt. In seinem Abschlussdokument zur Familiensynode 2015 nannte er neben häuslicher Gewalt und sexueller Erniedrigung insbesondere die „schlimme Genitalverstümmelung der Frau in manchen Kulturen“. Die Ausrottung unannehmbarer frauenfeindlicher Bräuche sei noch nicht gelungen, heißt es in dem Schreiben „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe).

Zudem verweist er auf Ungleichheiten in der Arbeitswelt, wie etwa beim Zugang von Frauen in Führungspositionen. „Die Geschichte trägt die Spuren der Ausschreitungen der patriarchalen Kulturen, in denen die Frau als zweitrangig betrachtet wurde“, so der Papst.

Diskriminierung abschaffen 

Männer und Frauen hätten eine identische Würde, alte Formen von Diskriminierung müssten deshalb abgeschafft werden, fordert Franziskus. Aktuelle Probleme dürften nicht der Emanzipation der Frau in die Schuhe geschoben werden. „Wenn Formen des Feminismus aufkommen, die wir nicht als angemessen betrachten können, bewundern wir gleichwohl in der deutlicheren Anerkennung der Würde der Frau und ihrer Rechte ein Werk des Heiligen Geistes.“

Papst Franziskus hat den Feminismus gegen Vorwürfe aus konservativen Kirchenkreisen verteidigt. Eine deutlichere Anerkennung der Würde der Frau und ihrer Rechte sei „ein Werk des Heiligen Geistes“, erklärte der Papst in einem am Freitag veröffentlichten Schreiben zu Ehe und Familie. Zugleich betonte er, es gebe Formen des Feminismus, die die Kirche „nicht als angemessen“ betrachten könne.

Manche meinten, „viele aktuelle Probleme seien seit der Emanzipation der Frau aufgetreten“, schrieb der Papst. Aber dies sei kein gültiges Argument gegen die Gleichberechtigung. „Es ist falsch, es ist nicht wahr! Es ist eine Form des Chauvinismus.“ Die identische Würde von Mann und Frau sei für die Kirche „ein Grund zur Freude darüber, dass alte Formen von Diskriminierung überwunden werden und sich in den Familien eine Praxis der Wechselseitigkeit entwickelt“, so Franziskus. […]

Papst Franziskus übt in seinem Schreiben über Ehe und Familie harte Kritik an der Gender-Lehre. Es handele sich dabei um eine radikale Ideologie, die das natürliche Verhältnis von Mann und Frau leugne, heißt es in seinem nachsynodalen Schreiben „Amoris laetitia“ (Freude der Liebe), das am Freitag im Vatikan vorgestellt wurde. Die Relativierung der Geschlechter unterhöhle die menschlichen Grundlagen der Familie. Es sei beunruhigend, „dass einige Ideologien dieser Art, die behaupten, gewissen und manchmal verständlichen Wünschen zu entsprechen, versuchen, sich als einzige Denkweise durchzusetzen und sogar die Erziehung der Kinder zu bestimmen“, so der Papst.

Unverantwortlich, was Gabriele Kuby unter dem Titel „Mehr Familie wagen“ auf ihrer Website daraus macht (Anm. der Redaktion „Confessiones“):

Gabriele Kuby: Mehr Familie wagen

Wir zitieren einen Auszug:

Die Durchsetzung der Homosexuellen-Agenda geht auf Kosten der demokratischen Grundfreiheiten der Gesellschaft. Was wir brauchen, ist eine Politik, welche durch die soziale und materielle Stärkung der Familie Zukunft schafft.

Mehr davon? Brauchen wir wirklich mehr Christopher Street Days mit zur Schau ­gestellter „sexueller Vielfalt“? Brauchen wir mehr Filme, mehr Werbespots mit glücklichen Schwulen? Brauchen wir die „Ehe“ für Gleichgeschlechtliche, obwohl doch nur circa zwei Prozent von ihnen vom neuen Rechtsinstitut der Eingetragenen Partnerschaft Gebrauch machen?

Brauchen wir die Abschaffung der universalen Grundwörter „Vater“ und „Mutter“, damit sich Menschen, die nicht Vater und Mutter sein können, aber durch Leihmutterschaft, Samenspende und Adoption zu „Elter eins“ und „Elter zwei“ werden, nicht diskriminiert fühlen? Brauchen wir die Umerziehung der Kinder, damit sie das alles als „normal“ empfinden? Brauchen wir noch mehr Einschränkungen der demokratischen Grundfreiheiten durch existenzgefährdende soziale Sanktionen, bis hin zur strafrechtlichen Verfolgung aufgrund neu geschaffener Antidiskriminierungsgesetze? Brauchen wir die Aufnahme der „sex­u­ellen Orientierung“ ins Grundgesetz, damit die Vermittlung jeglicher Normen im Umgang mit der Sexualität kriminalisiert werden kann?

Dieser Beitrag wird fortgesetzt.

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