Der rechtskatholische Psychiater Raphael Bonelli bezeichnet sexuellen Missbrauch als „einvernehmlich“.

2017_12_28_diana

Kolume von Diana Sonntag

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Am 23. Januar 2016 hielt Bonelli einen Vortrag bei der Veranstaltung „Gender und Sexualpädagogik auf dem Prüfstand der Wissenschaften“, die vom sogenannten „Aktionsbündnis für Ehe und Familie – Demo für alle“ organisiert wurde.

Um die von der Soziologin Gabriele Kuby, seiner Waffenschwester im „battle“ um die Reinheit des Abendlandes, an die Wand gemalte Gefahr unserer Zwangssexualisierung durch Homosexuelle und Transgender als Struktur des demokratischen Totalitarismus zu untermauern, erklärt der Psychiater Bonelli seinen Zuhörern das ganz anschaulich, indem er Bilder von einem Sodomisten, einem Kannibalen und von Volker Beck einblendet. Schließlich verweist er darauf, dass er aus seiner Erfahrung als Psychiater sagen kann, dass sexueller Missbrauch ja eben grad der Sex sei, den man als „consensual“ bezeichnet, als einvernehmlich.

Einzige Therapie: die völkisch-katholische Ehe, die völkisch-katholische Elternschaft als Hort des garantiert un-einvernehmlichen Sex . Sicher ist sicher!

Bonelli – „Demo für alle“ (Youtube)

1 Antwort

  1. Ich konnte bei einem rechtsreligiösen Radiosender („Radio Horeb“) mithören, wie Bonelli erwachsene Menschen bezüglich ihres für sie jeweils völlig richtigen empfundenen Zugangs zur Sexualität regelrecht um den Verstand geredet hat.
    Er verstärkte auf eine nachgerade boshafte Weise allfällige ekklesiogen jemals erzeugten Ängste wegen gelegentlicher sexueller Selbstbefriedigung, sich auf Freud beziehend, dabei den Begriff „Perversion“ in verschwörerischer und verstörender Weise penetrant verwendend. –
    Immer wieder läßt sich Bonelli geradezu lustvoll über „Perversionen“ anderer Menschen aus, auch da, wo sie eben nicht vorliegen.
    Nicht vergessen darf man, daß im unmittelbaren, klerikalfaschistischen Umfeld von Bonelli Homosexuelle offen diskreditiert werden als Kranke, Heilungsbedürftige, vom Alten Testament her auch als Todeswürdige (s. etwa Bischof Huonder), ja, daß man eine „Homo-Lobby“ herbeiparanoisiert, die doch schäbigerweise die Homosexualität aus der Liste der psychiatrischen Krankheiten streichen gelassen hätte.
    Man hält sich also die Tür zu einer Pogromstimmung gegen Nichtheterosexuelle dauerhaft offen bzw. schürt eine solche vorsätzlich.
    Mir scheint, daß Bonelli als Sympathisant der absurden Teufelsaustreibungen seine Patientenopfer so tiefgreifend mit sich selbst entfremdet, bis sie glauben, sich einem solchen Exorzismus unterziehen zu müssen. Vielleicht eine gar nicht so überspitzte These.

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