Deutschland bleibt weltoffen. Initiative gegen rechtskatholische Unterwanderung.

W. B. wurde 1952 in Lübeck geboren. Als er 1969 von der Schule flog (dem Gymnasium Johanneum zu Lübeck), setzten sich SchülerInnen aus ganz Schleswig Holstein für seine Wiederaufnahme in die Schule ein, damit er sein Abitur noch ablegen konnte. Es gab einen dreitägigen Unterrichtsstreik an acht Gymnasien in Lübeck und Umgebung. Schüler Blankschein musste zu Beginn der zwölften Klasse seine Sachen packen, die Schule verlassen, und es wurde ein sofortiges Hausverbot verhängt. Sein „Vergehen“: das politische Engagement für eine konsequente Entnazifizierung des Lehrkörpers, für mehr Schülerrechte und Freiheit in der Gesellschaft. Studiert hat Wolfgang Blankschein, nachdem er nach einem Jahr Zwangspause doch noch (an der Oberschule zum Dom in Lübeck) sein Abitur ablegen konnte, Philosophie und Germanistik in Hamburg. Später über zehn Jahre selbstständig in der Medienbranche, danach Philosophie- und Deutschlehrer an norddeutschen Gymnasien, und nebenbei Photograph und Aktivist – ist er Initiator von „Norderstedt ist weltoffen“, einer Initiative, die sich bei Hamburg seit 2015 für Migranten, Achtung der Menschenrechte, Verständigung und Frieden einsetzt.

Seine redaktionelle Mitarbeiterin ist seit 2016 die Autorin D. S. (geboren 1974 in Hamburg). Sie studierte Philosophie, Theologie und Literatur an der einzigen Katholischen Universität Deutschlands im oberbayerischen Eichstätt. Nach einer Konversion zum katholischen Glauben im ersten Semester ihres Studiums veröffentlichte sie im Jahre 2002 nach kulturwissenschaftlichen Feldforschungen im neo-konservativen Milieu des Eichstätter Katholizismus den kritischen Roman: Himmel der Worte. Ihre Spezialgebiete sind die Theologie des Leibes, das Werk Simone de Beauvoirs, Hannah Arendts und Judith Butlers. Anlässlich des politischen Rechtsdrucks setzt sie sich heute als ehemalige Insiderin für die Aufklärung zum Thema Rechtskatholizismus und christlichem Rechtspopulismus ein.

Gemeinsam gründeten sie vor der Bundestagswahl 2017 die Online-Zeitung www.confessiones.online als Aufklärungsplattform gegen rechte Netzwerke in Kirche und Politik.

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