Rechtspopulistische und rechtsextreme „Verteidiger Europas” vertiefen ihre Vernetzung auf dem von „info-direkt” organisierten Kongress in Österreich. FPÖ-nahe Plattform „unzensuriert.at” netzwerkelt als Aussteller und Medienpartner kräftig mit.  

Hamburg 03. März 2018.

Am heutigen Samstag, 03.03.2018, versammeln sich im Wasserschloss Aistersheim einige Hundert Rechtspopulisten und Rechtsextreme vor allem aus Deutschland und Österreich zu einer „patriotischen Messe”. Im Rahmen dieser „einzigartigen Veranstaltung” treffen sich erstmals seit 2016 wieder all jene Gesinnungsfreunde bekannter exponierter Vordenker der rechten völkisch orientierten Strömungen, die seit Jahren eng mit den rechtspopulistischen Parteien FPÖ in Österreich und AfD in Deutschland vernetzt sind. Auf dem heutigen Kongress in 2018 referieren – wie schon 2016 in Linz – wieder führende Köpfe der sogenannten „Identitären Bewegung”, die in Deutschland vom Verfassungsschutz beobachtet und deren politische Gefährlichkeit von einigen Politikwissenschaftlern sogar als die einer „rechten RAF” eingeschätzt wird.

»Die identitäre Gruppe in Österreich (IBÖ) wird vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) als rechtsextrem und antisemitisch eingestuft (2014).[85] Demnach bestehen Kontakte zu Neofaschisten im europäischen Ausland, etwa Italien und Ungarn. Führungskader kämen zum Teil aus dem organisierten Neonazismus. Die Bewegung zeige eine „ausgeprägte Militanz“.[86]  « [Quelle mit den hier ausdrücklich eingebundenen weiteren Quellenverweisen s.u.]

wikipedia.org https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4re_Bewegung

Denn wie heißt es einem offiziellen Einladungstext zum heutigen Kongress vom 03. März 2018: „Im Anschluss an den Kongress sind befreundete Waffenstudenten herzlich zu einem Festkommers eingeladen”. [Quelle: „verteidiger-europas.at”, Startseite, Hervorhebung durch uns.]

Wie die rechtspopulistische FPÖ, in Österreich an den Zentren Macht, die politische Vernetzung bis tief in rechtsextreme Strömungen Deutschlands auf dem Kongress „Verteidiger Europas weiterhin vertieft

Für die Veranstalter stellt „info-direkt” auf der offiziellen Website „verteidiger-europas.at/” das Programm des diesjährigen Kongresses zusammengefasst so vor:

Referenten: Mario Eustaccio, Andreas Lichert,  Wolfgang Dvorak-Stocker, Markus Franz, Philip Stein, Felix Menzel, Christoph Berndt, Brittany Pettibone, Thomas Bachheimer, Misa Djurkovic, Roland Hofbauer, Matthias Hofer

Aussteller: alles roger? Wien / Antaios Verlag Steigra / Ates Verlag Graz / Art-OR Jena / bachheimer.com Wien / Blaue Narzisse Chemnitz / Compact Magazin Werder / EinProzent.DE – Oybin / FAV Steiermark Graz / Grazer B! Arminia Graz /Heimatmode Linz / Info-DIREKT Linz / Jungeuropa Verlag Dresden / LDC Oberösterreich / Marburger B! Germania Marburg / Neue Ordnung Graz / Sezession Steigra / Unzensiert.at Wien / Odin Wiesinger Andorf / Zuerst! Kiel

Medienpartner: EinProzent.DE / InfoDirekt / unzensiert.at

[Quelle: http://verteidiger-europas.at/ ]

Die politische Vernetzung der rechtspopulistischen FPÖ, in Österreich an den Zentren Macht, bis tief in rechtsextreme Strömungen Deutschlands zeigt sich auf diesem Kongress zunächst einmal schon personell: Redner Philipp Stein wurde schon während seines Studiums (Geschichtswissenschaft, Philosophie und Germanistik) in Marburg Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania. Er lebt heute in Dresden und vertreibt Übersetzungen rechtsradikaler französischer Autoren, für die Deutsche Burschenschaft ist er Pressesprecher. Als Leiter des Kampagnenprojekts „Ein Prozent für unser Land“ trat er schon 2016 in Linz auf, gemeinsam mit Felix Menzel (Identitäre Bewegung, s.u.) veröffentlichte er das Buch „Junges Europa: Szenarien des Umbruchs“.  [Quelle u.a.: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Philip_Stein_(Verleger) ]

»Seine Initiative „Ein Prozent“ , [als] deren Vorsitzender Philip Stein in Aistersheim spricht, […] sammelt Spenden und verteilt diese an „patriotische“ Projekte, dabei soll auch Geld an NPD-nahe Initiativen und nach Österreich geflossen sein, wo laut Stein der Identitären Bewegung Prozesskostenunterstützung zukommt.« [Quelle: https://derstandard.at/2000074592949/Aistersheim-Deutsche-Identitaeren-Freunde-bei-rechtem-Kongress ] Diese Initiative Ein Prozent gehörte schon 2016 zu den Ausstellern des damaligen Kongresses Verteidiger Europas“ in Linz.

»Mit dem Grazer Vizebürgermeister Mario Eustacchio ist […] ein FPÖ-Landespolitiker vertreten. Beim vergangenen Kongress sprach noch der damalige FPÖ-Generalsekretär und jetzige Innenminister Herbert Kickl. Dieses Mal konnte jedoch kein Redner in dieser Größenordnung gewonnen werden.« [Quelle: standard.at, s.o.] 

https://derstandard.at/2000075357384/Identitaere-Neue-Rechte-Alter-Extremismus-in-neuer-Verpackung

Der 42-jährige Bad Nauheimer Unternehmensberater Andreas Lichert ist ein weiterer Redner auf dem diesjährigen Kongress, als hessischer AfD-Funktionär zählt er zum Kreis der „Erfurter Resolution“, mit der im April 2015 ein weiterer Rechtsruck der AfD eingeleitet wurde. Dieser AfD-Kreistagsabgeordneter und AfD-Vorsitzende in Wetterau „gilt als stark rechtslastig“. Lichert war 2017 ein Bundestagskandidat der AfD Hessen, auf Platz sieben der Landesliste Hessen verfehlte er das Einrücken in den Bundestag nur knapp, ist aber „potentieller Nachrücker“. [Quelle: http://www.usinger-anzeiger.de/lokales/hochtaunus-und-region/landkreis-hochtaunus/afd-politiker-andreas-lichert-schafft-es-nicht-in-den-bundestag_18205418.htm ]

»Auf einem AfD-Parteitag in Hofheim forderte er „fundamentale Kurskorrekturen“ in der deutschen Politik. Lichert ist Vorsitzender des Instituts für Staatspolitik, das seinen Sitz im Rittergut Schnellroda von Götz Kubitschek hat. Dort war auch schon der AfD-Rechtsausleger Björn Höcke zu Gast.« [Quelle: http://www.kreis-anzeiger.de/lokales/wetteraukreis/landkreis/afd-wetterau-andreas-lichert-neuer-vorsitzender_18551614.htm  ]

Andreas Lichert stellte noch 2013 sein Privathaus der „identitären Bewegung als Operationsbasis zur Verfügung“, im August 2017 während des Bundestagswahlkampfes berichtete die Welt sogar von einem Hausverkauf für die „identitäre Bewegung“ für deren „identitäres Zentrum“. Zu den Mietern des Hauses „gehört aber nach Darstellung Licherts die Initiative ‚Ein Prozent’“ [Quellen u.a.:  https://incitat.wordpress.com/2015/04/24/andreas-lichert-vertreter-der-identitaren-bewegung/    sowie  https://www.welt.de/regionales/sachsen-anhalt/article168079524/Haus-fuer-Identitaere-gekauft-AfD-Kandidat-weist-zurueck.html  ] Andreas Lichert fungiert vor allem als Vorsitzender für den „Verein für Staatspolitik e.V.“ auf Götz Kubitscheks Rittergut Schnellroda. [Originalquelle: https://staatspolitik.de/impressum-datenschutz/ ]

Im vernetzten Auftreten des Verlegers, Publizisten und Aktivisten Götz Kubitschek k o n z e n t r i e r e n sich die personellen wie politisch-inhaltlichen Verbindungslinien zwischen hochwirksamen direkten Beeinflussungen rechtspopulistischer Parteien im Nationalrat Österreichs (FPÖ) bzw. im Deutschen Bundestag (AfD), zwischen Rechtspopulisten an den Schaltstellen der Macht (Innenminister Herbert Kickl und Vizekanzler Heinz-Christian Strache, FPÖ) und scheinbar nur patriotisch-ehrenhaften“ Burschenschaften aus Deutschland und Österreich, in welchen wiederum führende Vertreter der Identitären Bewegung“ seit vielen Jahren umtriebig netzwerkeln.
Im perfekt inszenierten Auftreten Götz Kubitscheks gemeinsam mit dem damaligen FPÖ-Generalsekretär und Geschäftsführer der FPÖ-Parteizeitung Neue Freie Zeitung, Herbert Kickl, auf dem Kongress Verteidiger Europas“ wurde 2016 in Linz das entscheidende Aufbruch-Signal für viele nachfolgenden Jahre gesetzt. 

In der Bewerbung des heutigen II. Kongresses „Verteidiger Europas“ (2018) zeigt sich Götz Kubitschek noch heute von der W i r k u n g des damaligen gemeinsamen Auftrittes (2016) „beeindruckt von der Organisation und hab von diesem Tag vor allem mitgenommen, dass in Österreich die Verklammerung des Milieus, des intellektuellen publizistischen Milieus mit einer Vertretung im Parlament und der FPÖ viel weiter fortgeschritten und viel etablierter schon ist als Deutschland. Wenn ich dieses Jahr im März zum zweiten Mal am Kongress mit meinem Verlag Antaios teilnehme, denke ich, es kommt zur Vertiefung der Kontakte und Beziehungen nach Österreich, für uns auch ne andere Lesergruppe, nen anderes Milieu, und dadurch, dass wir mindestens drei oder vier österreichische Autoren mittlerweile bei uns im Verlag haben, glaube ich, ist es beinahe sowas wie ne Art Heimspiel.” [Quelle: http://www.bing.com/videos/search?q=verteidiger+Europas&&view=detail&mid=9B449784BE7FD0282E429B449784BE7FD0282E42&&FORM=VRDGAR , Mitschrift und Hervorhebungen von uns].

Unmittelbar nach einem Filmschnitt des Gespräches zwischen Götsch Kubitschek und Jürgen Elsässer [der direkt vorher noch wörtlich gesagt hatte: „Wir haben in Deutschland im Grunde ein Blockparteien-System wie früher in der DDR, wir haben ne Gleichschaltung der Presse – ohne Goebbels – freiwillige Gleichschaltung, und jeder, der sich dagegen aufmuckt, wird verfolgt.”] kommt in einem Film über den Kongress 2016 der heutige Innenminister Herbert Kickl zu Wort, wobei die Kamera während seiner Rede andere „identitäre” Slogans einblendet:

„Europa hat sich selbst zu verteidigen, und zwar hat es sich selbst zu verteidigen gegen ein Denken und gegen ein Tun, das in seinen zerstörerischen Auswirkungen die eigenen Werte und Traditionen systematisch ruiniert. Alles, was von außen auf uns zukommt, kann nur dann seine Kraft entfalten, wenn wir von innen her geschwächt sind. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Und ich glaube, dort sollten wir mehr hineinspüren, in diese Schwäche, die von innen herkommt, un der sollten wir in der tagespolitischen Auseinandersetzung und in der grundsätzlichen politischen Arbeit ganz massiv den Kampf ansagen.”  [Herbert Kickl im Wortlaut, Mitschrift von uns, Quelle: http://www.bing.com/videos/search?q=verteidiger+Europas&&view=detail&mid=9B449784BE7FD0282E429B449784BE7FD0282E42&&FORM=VRDGAR ].

Ein solches programmatisches Programm wird „Gleichschaltung im Völkischen genannt.

Nach einem anderen Filmausschnitt über die Reden auf diesem Kongress fasst Herbert Kickl – im Wortlaut fast schon identisch mit Göttz Kubitschek – seine Eindrücke von diesem Kongress so zusammen: „Es hat mich schon sehr gefreut, hier in einen Saal zu schauen, wo wir sehr viel junges Publikum auch haben, wo wir Vertreter, sag ich, aller Schichten auch haben, und wo Menschen einfach kommen, die sich für die aktuellen Entwicklungen interessieren und denen es nicht gleichgültig ist, was mit dieser Heimat und was mit diesem Europa passiert.”

Direkt anschließend ist bezeichnenderweise in „unzensuriert.tv“ wiederum o.g. Götz Kubitschek hineingeschnitten. Quelle:

https://unzensuriert.de/category/tags/herbert-kickl

In der Bildgalerie scrollen, bis Sie auf „Aktuell im neuen Unzensiert-TV“ „Verteidiger Europas“ kommen und starten den Videoclip. [Wir haben ein Download der TV-Ausstrahlung sichergestellt, werden diesen hier aber nicht mehr zur Vermeidung weiterer Copyright-Klagen aus der FPÖ direkt einstellen.]

Schon etwa ab Minute 00:02:31 kommt Herbert Kickl mehrfach zu Wort, im Wechsel mit Götz Kubitschek.
Wirklich deutlich wird er erst in den zusammengeschnittenen Reden, die auch auf einer DVD für 30€ angeboten werden. Nacheinander zu Wort kommen hier Jürgen Elsässer, Querfront-Vordenker aus Deutschland (Compact-Magazin), ab Minute 00:04:34 bis 00:05:33 Herbert Kickl„Das Wort Identität darf man auch nicht mehr verwenden. […] Wenn man sie verwendet, outet man sich schon als Träger einer ganz, ganz üblen Gesinnung. Aber wir müssen diesen Kampf ganz offensiv aufnehmen und dürfen uns hier keinen Zentimeter zurückdrängen lassen, genauso wie wir uns hier nicht zurückdrängen lassen. […]“ – , Götz Kubitschek, Antaios-Verlag, Felix Menzel, Blaue Narzisse – „Die Folgen der Masseneinwanderung können rechtsstaatlich nicht gelöst werden. Das ist eine ganz weitreichende Feststellung, weil das nämlich heißt, dass der Bürgerkrieg tatsächlich vertagt wird. Man kann diese Probleme nicht lösen und deshalb schiebt man sie nämlich vor sich her, man verschleppt Konflikte von Tag zu Tag, weil es keine populäre Lösung gibt. Und weil man keine unpopuläre Maßnahme treffen will, vertagt man also den Bürgerkrieg […] “ Manuel Ochsenreiter„Die Syrien-Lüge kommt jeden Tag entweder über das Mittelmeer oder die Balkanroute nach Europa […] “ – oder Philip Stein, Leiter „Ein Prozent“, Identitäre Bewegung in Deutschland.

Beworben wird sodann im Fernsehbeitrag „unzensuriert.tv” eine DVD mit Zusammenschnitten aller Reden von diesem Kongress, die Bestelladresse „bestellung@info-direkt.at” ist dazu eingeblendet.

„unzensuriert.at” gilt als FPÖ-nahe Internet-Plattform, wenn also in unkommentierten wiederholten Filmschnitten sowohl Jürgen Elsässer und Götz Kubitschek als auch Herbert Kickl zu Wort kommen und sich gegenseitig ergänzende politische Aussagen getroffen haben, verstehen wir die konzentrierte politische Vernetzungsstrategie in diesem gemeinsamen Auftritt auf dem Kongress „Verteidiger Europas” in Linz 2016.

Das Magazin „Vice“ hat die auf dem Kongress „Verteidiger Europas“ vernetzt agierenden Teilnehmer – Redner wie Aussteller – nach ihrem „Rechtsextremismus-Faktor“ sortiert und stuft dabei die FPÖ-nahe Plattform „unzensuriert.at“ schon als relativ deutlich rechtsextrem ein:

https://www.vice.com/de_at/article/zn5bya/wir-haben-die-teilnehmer-des-kongress-der-verteidiger-europas-nach-ihrem-rechtsextremismus-faktor-sortiert

Wie die FPÖ-Kommunikationsstrategen eine freie und kritische Berichterstattung über ihre Vernetzungen bis tief in rechtsextreme Strömungen Deutschlands hinein behindern und für die Zukunft verhindern wollen

Von der Durchführung bis in die mediale Nachbereitung haben sich die Veranstalter und Unterstützer, zu denen auch die FPÖ gehörte, die vollkommene Kontrolle über jede Berichterstattung und v.a. über die „Macht der Bilder“ gesichert. Wer politisch eine „Gleichschaltung” im patriotisch-völkischen Sinne vorbereitet und einleitet, will diese eben auch in der Kontrolle der öffentlichen Berichterstattung oder kommentierenden Analyse gesichert wissen.

Der auf „unzensiert.tv“ ausgestrahlte Kongress-Bericht beginnt deshalb unmissverständlich mit diesem Kommentar:

„Mainstream-Medien wurde die Akkreditierung übrigens bewusst verweigert. Wer bereits im Vorfeld in seiner Berichterstattung gegen einen Kongress hetzt, angebliche Themeninhalte erfindet und alle Teilnehmer pauschal als ‚rechtsradikal‘ brandmarkt, hat sein Teilnahmerecht verspielt. [Ergänzendes Kamerabild: Die Saaltür wird symbolisch von innen verschlossen.] Der Kongress konnte letztlich friedlich über die Bühne gehen und war ein voller Erfolg, wie auch die zahlreichen hochkarätigen Referenten wie auch die Teilnehmer bestätigten.” [Quelle: s.o., Mitschrift von uns]

Die FPÖ-nahe Internet-Plattform „unzensuriert.at“ war eine von nur zwei uns bekannten Internet-Adressen, über die eine anschaulich belegte Nachberichterstattung vollkommen vom Netzwerk der Veranstalter kontrolliert werden konnte. Die zweite ist das als Putin-Russland-freundlich eingestufte „info-direkt“.

Dort fanden und finden sich Fotos und äußerst aussagekräftige Bildunterschriften über den Ablauf des Kongresses in 2016:

Die Veranstalter haben einen eigenen Internetauftritt kreieren lassen:

http://verteidiger-europas.at/

Im „Rückblick 2016“ findet sich eine Bildergalerie mit Rednern wie Herbert Kickl (FPÖ)     [Das Foto wird hier nicht mehr gezeigt, s.u.]
[Unterschrift: Herbert Kickl, Nationalratsabgeordneter und Generalsekretär der FPÖ, machte in seiner Rede klar, dass die rot-grüne Ausgrenzungspolitik nun ein Ende habe und er sich nicht von einigen Gutmenschen vorschreiben lasse, wo er sprechen dürfe und wo nicht.“]

Jürgen Elsässer     [Das Foto wird hier nicht mehr gezeigt, s.u.]
[Bildunterschrift: Anders als in der Kongress-Einladung angekündigt, sprach Jürgen Elsässer (Chefredakteur des „Compact“-Magazins) nicht via Livestream aus Köln zum Publikum in Linz, sondern war direkt vor Ort in der oberösterreichischen Landeshauptstadt.“]

und Götz Kubitschek      [Das Foto wird hier nicht mehr gezeigt, s.u.]

[Bildunterschrift: Einem Aufruf gleich, kam der Vortrag von Götz Kubitschek zum Thema „Reden trennt, Handeln eint“ beim Publikum an.“ 

[Quelle: http://info-direkt.eu/2016/11/08/kongress-verteidiger-europas-fotogalerie/]

Über das rechte Fan-Size info-direktschreibt Vice: 

»Verdammt viele Spuren enden bei irgendwelchen FPÖ-Politikern und Neonazi-Kadern. […] Info-DIREKT beschreibt sich selbst als „die neue freie und unabhängige Stimme in der heimischen Medienlandschaft“. Neben einem Printmagazin, das alle zwei Monate erscheint, wird auch ein kostenloser Onlineauftritt angeboten. Über Auflage- und Leserzahlen ist relativ wenig bekannt. Die erste Ausgabe, die im April 2015 präsentiert wurde, soll 5000 Mal gedruckt worden sein. Die Facebook-Seite hat immerhin 12.186 Likes — darunter zahlreiche FPÖ-Politiker, bekannte Neonazis und Aktivisten der Identitären.  […]

Aber wer sind die Herausgeber von Info-DIREKT? Als offizieller Herausgeber fungiert der „Verein für Meinungsfreiheit und unabhängige Publizistik“, der jedoch seinen Sitz nicht in der Dieselstraße hat, sondern in der nahegelegenen Ellbognerstraße.

Die Ellbognerstraße führt vorbei an einem kleinen Industriestandort und ein paar neugebauten Wohnblocks und endet schließlich nach kurzem Anstieg vor einem imposanten Vierkanter, dem Ellbognerhof. Hinweise auf eine Redaktion sucht man wie schon in der Dieselstraße auch hier vergeblich. Allerdings haben sich ein Friseurladen und einer Firma für Medizintechnik im Ellbognerhof eingemietet. Die Miete überweisen sie einem gewissen Karl Winkler.

Karl Winkler betreibt gemeinsam mit seiner Frau einen Ab-Hof-Verkauf. Erwerben kann man bei ihm Nudeln, Mehl, Apfelsaft und Obstler. Außerdem ist Karl Winkler Jagdleiter in Kleinmünchen und Funktionär der österreichischen Landsmannschaft. „Die österreichische Landsmannschaft ist eine rechtsextreme Organisation, die vor allem im publizistischen Bereich beträchtliche Aktivitäten setzt“, erklärt Bernhard Weidinger vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) gegenüber VICE. „Aufgrund ihrer ideologisch-kulturellen Tätigkeit erfüllt sie eine wichtige integrative Funktion für das deutschnationale und rechtsextreme Lager. Besonders enge personelle und organisatorische Kontakte bestehen zur FPÖ.“ […] 

Außerdem ist Karl Winkler auch Obmann beim „Verein für Meinungsfreiheit und unabhängige Publizistik“. Doch er ist nicht der einzige aus dem rechtsextremen Gesinnungsumfeld und Verbindungen zum Info-DIREKT-Magazin. So trat etwa Felix Müller, FPÖ-Kandidat für die Gemeinderatswahlen in Linz 2009 und Mitglied der extrem rechten Burschenschaft Arminia Czernowitz, in einem Interview mit einem russischen Fernsehteam als „Flüchtlingsexperte“ von Info-DIREKT auf. […]«

[Quelle: https://www.vice.com/de_at/article/mvwbd3/wer-betreibt-das-rechte-russland-fanzine-info-direkt-aus-linz ]

 

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