Das OD und die Wiener Tagespolitik.

2017_12_28_diana

Gast-Kolumne von Diana Sonntag

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Seit Jahren macht sich die Nationalrätin Gudrun Kugler (ÖVP) – aus neo-konservativer Überzeugung – zum Pin-up-Girl des recht(skatholisch)en Chauvinismus. Ihre politische Arbeit trägt mehr und mehr die Spuren einer persönlichen Tragödie. Als ausgelutschte Karikatur ihrer selbst, linkisch fuchtelnd, unsicher und gestresst, kommen ihre einstudierten Gesten schier komisch rüber. In modulationsarmer Erschöpfungsmimik nahezu erstarrt, auf Eis gelegt zur törichten Schattenkabinettsfigur ihrer von Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) abgesetzten Operette Menschrechtsaktivistin, Ehefrau und Mutter, wirkt sie wie eine, die immer noch probt, das moralische Fürchten zu lehren, aber keinen Funken Selbstbewusstsein mehr ausstrahlt; und sie scheint dem von ihrem Göttergatten Martin Kugler (man war Pressesprecher beim Opus Dei und man kommuniziert auch Slowakisch) – Gudrun Kugler scheint also jenem vom Kairos PR-Chef vorgegebenen Sturmschritt des parlamentarischen Ora et Labora als erste unter den heiligen Kriegern zum Opfer gefallen zu  sein. Zum Opfer gefallen: ihrer eigenen Opus-Dei-Mission zeitgemäßer Unterwanderung des staatlichen Machtapparates bei unzeitgemäßer Selbstgeißelung der privaten Persönlichkeit. Zum Opfer gefallen: ihrem eigenen Elite-Katholizismus.

Doch die Waffen der klerikal-faschistischen Mission erschöpfen sich nicht in der Erschöpfung ihrer einzelnen Protagonisten. Der Einzelne. Wer ist das schon? In einem Heer aus recht(skatholisch)en Söldnern, die einfach nicht wissen, wohin mit sich. Nicht selten Idealisten, Sinnsucher, Schöngeister, Nonkonformer, die mal ehrenwert angefangen haben – um nun als D-prominente Marionetten der Neuen Rechten zu enden. So 1933? Total 2018! Die Konservative Revolution frisst ihre eigenen Kinder.

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